Evangelist Roland Kannappel übernahm die Worte aus 1. Mose 12,2 «Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein», die unser Bezirksapostel am Mittwoch in Allschwil verarbeitet hatte und verband diese mit der Frage «Was sollen wir tun?» aus dem Apostel-Gottesdienst in Basel und dem Rückblick auf den ersten Kindertag nach der Pandemie, wo das Bibelwort «Kümmered euch zallererscht ums Rych Gottes und syni Grächtigkäit, denn chunnt der ganzi Räschte von eläi» mit grossen Steinen im Glas veranschaulicht wurde.
So wurde nach dem Motto «Aller guten Dinge sind drei» aus drei Gottesdiensten aus der Vergangenheit ein neuer Gottesdienst von heute. Dass der Familientag 2022 mit dem Thema «Glück und Segen» schon einen ähnlichen Schwerpunkt hatte, war keinem der Anwesenden präsent…
Auf die erste Frage an die Kinder «Was ist Segen?» folgten natürlich zunächst viele Antworten, die das Zeitliche betrafen, bis uns klar wurde, dass Gott mit seinen geistlichen Segnungen mehr für uns bereithält – begonnen mit dem Vorgeburtssegen – und Segen letztendlich all das ist, was uns näher zu Gott führt. Dass wir uns bewegen und den Segen Gottes auf uns ziehen müssen, wurde den Kindern mit sieben grossen Nägeln (beispielhaft für Liebe, Freude, Frieden, Gnade in der Sündenvergebung, Glaubensgemeinschaft, Dialog mit Gott im Gebet, Sehnsucht nach der Wiederkunft Christi) visualisiert. Ein kleiner Magnet reichte, damit alle daran hängen geblieben sind. Sich regen bringt Segen!
Priester Philipp Böhner zeigt den Kindern in der Mitpredigt, wie das geht: Wie Jakob einst mit dem lieben Gott kämpfte und die markanten Worte sprach «Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn» oder seine eigene Grossmutter ihn lehrte, gelegentlich auch etwas hartnäckig am «Schurzzipfel Gottes» zu ziehen.
Und dann? Alle schliessen die Augen, sind ganz still. Wir hören viele Vogelstimmen. So wirkt Gott: In der Stille hören wir Gottes Stimme und wenn wir zuhören, dann erfahren wir auch, was wir tun sollen, um ein Segen zu sein… zum Beispiel für ein neues Kind in der Klasse.
Nach dem passenden Lied «Wo zwei, oder drei …» ging Roland Kannappel einleitend zum Heiligen Abendmahl auf die Gemeinschaft ein. Jedes Kind hatte auf dem Weg einen Stecken gesammelt. Diese waren nun zu einem Bündel zusammengeschnürt. Leider zu wenig fest, sodass es trotzdem leicht knackte, als die Kinder mit den Füssen alle Kraft einsetzten. In einer festen Gemeinschaft kann uns aber niemand etwas anhaben, hingegen sind wir zerbrechlich, wenn wir allein sind.
Gemeinsam wurde nach dem Gottesdienst und einem Apéro um ein schönes Lagerfeuer das Mittagessen gebrätelt. Zum Teil mussten die Grillstecken verlängert werden, da das Feuer so heiss war!
Danach wurden die Kinder zu Indianern, als sie aus Erde, Kohle und Gräsern Farben zerrieben und sich und ihre Eltern bemalten. Die Stecken wurden mit verschiedenfarbigen Fäden zu Speeren, Federkronen schmückten fröhliche Kinderköpfe. Zusammen entstand um vier Bäume herum ein Riesentraumfänger aus vielerlei Fäden und Federn. Gross und Klein packten mit an. Ein paar Spiele und eine Geschichte zu den Indianern verbanden die Kinder zu einer bunten Gemeinschaft.
Zum Abschluss des in jeglicher Hinsicht schönen Tages versammelten wir uns zu einem gemeinsamen Gebet, wo Evangelist Kannappel auch um einen besonderen Segen bat für Chiara und Max, die nach den Ferien in den Kindergarten und für Vivianna, die in die Schule kommt.
Bericht: nie und rka, Fotos: mst