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Gemeinsam wachsen: «Amtsträger-Impuls» für neu ordinierte Amtsträger im Bezirk Basel

09.07.2021

Alle Amtsträger der Kirche sollen die Möglichkeit haben, in unterschiedlichen Themen geschult und unterstützt zu werden. Dazu bietet die NAK Schweiz wertvolle Seminare an. Der Bezirk Basel pilotiert neue Formate, bei denen nebst der Wissensvermittlung primär der Austausch im Vordergrund steht. Ziel: Erfahrungen zusammenbringen, voneinander lernen, gemeinsam wachsen und nicht stehen bleiben.

 
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Sie sitzen alle im gleichen Boot und treffen sich* an einem schwül warmen Dienstabend in der Kirche Basel. Acht ehrenamtliche Amtsträger, die vor nicht allzu langer Zeit in ein kirchliches Amt ordiniert wurden. Die Teilnehmer haben im Vorfeld ein paar Fragen zur Vorbereitung erhalten:

Wie habt Ihr den Wechsel in ein kirchliches Amt empfunden? Wie war es, das erste Mal am Altar zu dienen / einen Gottesdienst zu halten? Was beschäftigt euch? Wo fühlt Ihr euch unsicher?

Nach einem kurzen Gebet des Bezirksvorstehers entsteht eine rege Diskussion und ein Abend ohne starre Agenda, bei dem wir uns gegenseitig in die Herzen schauen und viel voneinander lernen.

Ein Schwerpunkt bildet die Gottesdienstvorbereitung und -durchführung. In einem Brainstorming beschäftigen wir uns mit der Frage «Wann ist ein Gottesdienst "WOW"? Wann gehen die Geschwister begeistert nach Hause?», wohlwissend, dass bei dieser Frage viel Individualität mitschwingt und es keine generellen Antworten darauf gibt. Der Leiter Amtsträgerförderung hat im Vorfeld auch ein paar Stimmen von Geschwistern eingefangen.

Hier stellvertretend ein paar Antworten aus dem Brainstorming:



  • Wenn ich direkt als Mensch und als Individuum mit meinen Freuden und Sorgen angesprochen werde

  • «Herzenstreffer»: Wenn wir die Herzen der Geschwister treffen (wenn etwas zurückkommt, ein Lächeln, ein Nicken, …)

  • Wenn neue Erkenntnis vermittelt wird, AHA-Effekte (Erfordert Vorbereitung!)

  • Nicht immer muss alles neu sein, aber ein bisschen anders präsentiert, mit neuen Bildern, Wörtern und einer zeitgemässen Sprache (Vielfalt statt immer die gleichen Sätze und Aussagen)

  • Wenn Bezug, Kontext geschaffen wird

  • Vorbild Stammapostel-Gottesdienste: Sie sind strukturiert, klar verständlich, einfach und pragmatisch, und er wiederholt die wichtigsten Botschaften

  • Wenn der Amtsträger glaubwürdig, überzeugt von der Sache ist


Im zweiten Teil diskutieren wir mögliche Herangehensweisen vor einem Gottesdienst und welche Quellen dabei genutzt werden können. Wir sind uns einig: Über allem steht der Heilige Geist. Doch der kann nur das erwecken, was vorher gelesen und erlebt worden ist. Wir vertiefen ein paar Impulse aus den «Handlungshinweisen», einem Dokument, das praktische Hinweise für die Amtsträger liefert. Und am Ende erhalten alle die Broschüre «wie gesagt», ein hilfreicher Predigt-Ratgeber, der aufzeigt, wie die Inhalte einer Predigt der Gemeinde nachhaltig vermittelt werden können.


Und wie haben die Teilnehmer den Abend empfunden? Wir lassen zwei Amtsträger sprechen:

Priester Adrian Ponzer: «Ein wirklich gelungener Abend. Der Austausch war unverkrampft, offen und ehrlich. Ich habe mich wohl gefühlt. Es war für mich auch schön und vor allem befreiend zu sehen, dass die Amtsträger ganz ähnliche Sorgen und Ängste haben, aber auch dieselben Glücksmomente verspüren dürfen. Meiner Meinung nach sollte man solche Zusammenkünfte weiterführen. Dass es keine starre Agenda gab, war genau das Richtige! Wie unser Apostel schön unterstrichen hat im Gottesdienst in Reinach: es darf (und muss) Spass machen!»

Diakon Bruno Hirschi: «Der Erfahrungsaustausch unter den Amtsträgern und das Gemeinsame haben mir wieder neue Wege aufgezeigt. Ich bin froh, dass ich diese Impulse nun in meinem Herzen bewegen kann. Ich würde mich über einen nächsten Abend freuen.»


Bericht: MW, JM; Fotos; VL, Unplash

* unter Einhaltung des Corona-Schutzkonzeptes