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Neuer Bezirks-Seniorenleiter Klaus

28.03.2021

Der Wechsel an der Spitze der Seniorenleitung im Bezirk Basel erfolgte im Corona-geprägten Jahr zwar noch nicht offiziell, ist aber in die Wege geleitet. Wer ist Kurt’s Nachfolger? Der neue Bezirks-Seniorenleiter Klaus stellt sich vor.
 
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Lieber Klaus, möchtest Du uns einen kurzen Abriss über Dein Leben geben? Ausser einzelnen Geschwistern bist Du wahrscheinlich vor allem den Liestaler/innen bekannt.

Ich durfte in Bad Vilbel (bei Frankfurt am Main) in einer neuapostolischen Familie aufwachsen und meine Ausbildung abschliessen. Später zog ich immer näher an die Schweiz und konnte mich im alemannischen Sprachraum an den Schweizer Dialekt akklimatisieren.

Nach circa 30 Jahren Ehe und 10 Jahren Alleinsein hat die Liebe zugeschlagen. Nun bin ich auch schon wieder seit über vier Jahren mit Gabi Imber verheiratet. Wir leben in Sissach und zählen somit zur Gemeinde Liestal, in der ich bis zum Ruhestand noch drei Jahre als Diakon mitwirken durfte.

Du bist gläubig aufgewachsen und hast – auch innerhalb unserer Kirche – viel erlebt. Hast Du Vorbilder oder Tipps für schwere Situationen?

Ich danke meinen Eltern und Grosseltern, dass sie mich im Glauben und kirchlichen Leben mitgenommen haben. Auch hatte ich viele authentische Segensträger, die in aller Konsequenz und grosser Liebe vorangegangen sind. Ganz speziell geprägt hat mich auch mein Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder, dessen Blick schon immer in die weitere Zukunft gerichtet war. Er hatte eine Gabe, die man getrost prophetisch nennen kann.

In schweren Phasen meines Glaubenslebens musste ich lernen: Das Amt ist und bleibt heilig; der Träger des Amts ist und bleibt ein Sünder. Für sehr hilfreich halte ich es, wenn es gelingt, einen dicken Strich zu ziehen zwischen Amt und Amtsträger.

Nun bist Du nach Deiner Ruhesetzung als Diakon im Kreis der Seniorinnen und Senioren aktiv geworden. Was kommt Dir dazu als erstes in den Sinn?

Mein erster Gedanke auf die Anfrage für die Nachfolge des Seniorenleiters war: Wie kommt man ausgerechnet auf mich?

Meine Grossmutter war mir ein gigantisches Vorbild. Das steht noch bis heute ganz gross vor mir. Einer meiner früheren Apostel nannte die Senioren einmal das «Rückgrat der Gemeinde». Dem kann ich nur zustimmen.

Man spürt einen grossen Respekt, den Du Deinen Mitmenschen und Vor(an)gängern entgegenbringst. Bezogen auf die Bezirks-Seniorenleitung: was möchtest Du von Deinem Vorgänger mit in die neue Aufgabe einbringen?

Kurt war (und ist) eine eigene Persönlichkeit, in seiner Art, in seinem Auftreten, mit seinem eigenen Lebenshintergrund. Mich mit ihm vergleichen zu wollen, wäre anmassend und schlicht unsinnig. Sicher gibt es für mich viel zu tun, und ich muss erst in diese Aufgabe hineinwachsen.

Nichts möchte ich verändern, was sich bewährt hat und gewünscht wird für den Zusammenhalt und das Miteinander. Den Schwerpunkt meiner Aufgabe sehe ich in der Unterstützung auf der seelisch-geistigen Ebene. Die Organisation der verschiedenen Anlässe und so weiter lasse ich gerne in den bewährten Händen. Das ist bisher mit Bravour gemeistert worden und wird sicherlich auch weiterhin wunderbar bewerkstelligt werden.

Was ist Dein Wunsch für die Weiterentwicklung des Seniorenkreises im Bezirk?

Ein Punkt taucht immer wieder in meinen Gedanken auf: Stellvertreter/innen für unsere Seniorenleitungen in den Gemeinden zu finden. Ist die nahtlose Versorgung der betagten Geschwister sichergestellt, wenn die Gemeinde-Seniorenleitung länger verhindert ist oder ganz ausfällt? Dies ist leider ein Thema, mit dem wir uns nur sehr ungern auseinandersetzen.

Und wenn wir den Nachwuchs-Gedanken weiterspinnen – Wie animieren wir die ‘Jung-Seniorinnen und -Senioren’, die Verbindung zu unserem Kreis zu suchen und sich hier zu engagieren? Ich muss gestehen, dass ich für mich selbst dazu auch meine mentalen Vorbehalte habe. Aber die hat unser Bezirksvorsteher ja recht pragmatisch ausgeräumt…

Hast Du etwas, das Du den Seniorinnen und Senioren im Bezirk zum Schluss mit auf den Weg geben möchtest?

Ein grosses Anliegen ist mir, dass wir miteinander reden, nicht übereinander! Jedes hat seine Fähigkeiten und kämpft auch mit manchem Unvermögen. Lasst uns gegenseitig alle in geschwisterlicher Liebe tragen und füreinander einstehen.

 

Wir danken unserem Glaubensbruder Klaus für seine Offenheit und wünschen ihm in seiner Aufgabe viel Freude und Gotterleben.

 

Bericht: vlo. Bilder: ksa